Lanzarote


Mittwoch, 20. September 2017

Donnerstagmorgen gegen 06:30 Uhr: Pünktlich mänovriert Kapitän Sven Gärtner das 253 m lange Schiff nach einem Tag auf See in den Hafen von Arrecife, Lanzarote – wir selbst werden das Erreichen unserer nächsten Destination hingegen erst gut 2 1/2 Stunden später bemerken. Der vorangehende Abend ist feucht-fröhlich und lang, dementsprechend spät schaffen wir es vom Schlaf- in den Wachzustand. Nach einem schnellen Frühstück geht es von Bord. Anstatt um 08:00 Uhr nehmen wir unseren Mietwagen erst gegen 10:00 Uhr in Empfang. Lanzarote auf eigene Faust steht heute auf dem Programm.

Wir starten auf fast leeren spanischen Straßen in Richtung Timanfaya Nationalpark. Unterwegs passieren wir die für Lanzarote so typische Landschaft: Karge Felsformationen, Dörfer, ausschliesslich aus weißen Häusern bestehend, und Plantagen voller Steinmauern, welche die jungen Triebe vor den starken Winden zu schützen wissen.



Nach gut 40 Minuten Fahrt ist die beeindruckende Vulkanlandschaft der Feuerberge erreicht: Eine Kolonne von Autos lässt uns verstehen, dass wir heute nicht die einzigen Besucher sein werden. Die Wartezeit von rund 30 Minuten geht jedoch flott vorbei und es folgt eine ausgedehnte Rundfahrt mit dem Bus durch die bizarre Felslandschaft.



Über den Küstenort El Golfo mit seiner schwarzen Lavasteinküste geht es weiter zum Charco Verde. Sofort zieht uns dieser smaragdgrün schillernde See in seinen Bann, bietet er mit seinem eindrucksvollen Kontrast zum blauen Meerwasser und dem schwarzen Sand doch ein atemberaubendes Panorama.



Bevor es zurück zum Hafen von Arecife geht, führt uns unsere letzte Etappe zum Papagayo Beach, dem wohl schönsten Badestrand Lanzarotes. Auf abenteuerlichen Straßen erreichen wir dieses traumhafte Stück Natur – unser Mietwagen und wir müssen einiges ertragen. Die Belohnung folgt allerdings auf dem Fuße: Feinster Sand und kristallklares Wasser. Ein wenig Erfrischung im angenehm temperierten Nass, dann machen wir uns auf den Rückweg.



Auf den letzten 5 Kilometern spendiert uns unsere Navigation in Form von Google Maps dann noch eine ausgedehnte Stadtrundfahrt durch die romantisch engen Gässchen von Arecife. Ungeplant, aber doch irgendwie schön. Ob die Urlauber in den anderen 10 Mietwagen, die sich geduldig mit uns durch das enge Wirrwar aus zugeparkten Sackgassen und Einbahnstraßen schlängeln, das genauso sehen? Konsequente Ignoration der Anweisungen meiner digitalen Begleiterin und ein wenig Orientierungssinn bringen uns schließlich auf gut ausgebauten Hauptstraßen zurück zum Hafen.

„Leinen los“ heißt es heute bereits um 18:00 Uhr, und so wird der Rest des Tages wieder bei bester Unterhaltung an Bord der AIDAsol verbracht. Während wir auf Tour waren hat Peter ganze Arbeit geleistet: Zum Abendessen erscheint er mit zwei netten jungen Damen. Und so vervollständigen Kathi und Alana ab heute unsere kleine Reisegruppe von nun 7 Personen.



Nächster Beitrag zu dieser Reise: La Palma